jusos-in-den-kreistag.de

Einmischen! Mitmischen! Aufmischen!

von Rebecca Schmidt am 17. Feb 2011 um 12:40

rebecca-schmidt

Politik heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen. Das gilt vor allem für die Kommunalpolitik. Natürlich ist es für dich oder mich kaum möglich, das deutsche Steuersystem zu vereinfachen oder eine Kindergelderhöhung durchzusetzen. Im Kreis und in den Städten und Gemeinden sieht dies schon ganz anders aus. Hier kann man auch als einzelner oder in verhältnismäßig kleinen Gruppen einiges Bewegen. Hier kannst du mit den Politikern ins Gespräch kommen (und sie zur Rede stellen), hier kannst du zu Parlamentssitzungen und in Ausschüsse gehen und zuhören oder – je nach Regelung im Ort – sogar das Wort ergreifen.

Wir können nur Raten: Nutze die Gelegenheit! Es ist nunmal so, dass die Politiker in den Parlamenten die Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen nicht kennen (können). Und wenn Sie sie kennen, ist es einfacher in einer publikumsfreien Ausschusssitzung sein Händchen zu heben, als einer Gruppe junger Menschen dabei in die Augen zu sehen, die zuvor ihre Wünsche formuliert haben. Dafür bedarf es nicht vieler Leute und auch nicht einer Parteizugehörigkeit. Das funktioniert auch in kleiner Gruppe, die sich zu einem konkreten Anlass und mit einem konkreten Ziel zusammenfindet.

Ein Beispiel gefällig? In meiner Heimatstadt Oberursel wurde von den parlamentariern aller parteien der Wunsch gehegt, die Angebote für Skater zu verbessern. Der erste Gedanke war, weitere Anlagen in weiteren Ortsteilen zu schaffen, damit es die jugendlichen Nutzer nicht so weit haben. Bei einem Besuch mit der SPD-Fraktion auf der Anlage wurde uns ein völlig gegenteiliger Wunsch vorgetragen: Weniger, dafür bessere und größere Anlagen. Schließlich wolle man ja nicht nur mit Nachbarn, sondern seinen (zum Teil aus anderen Ortsteilen kommenden) Freunden seine Nachmittage verbringen. Und für eine gute (und mit öffentlichen verkehrsmitteln erreichbare) Anlage fahre man gerne auch mal ein paar Kilometer. Die SPD hat daraufhin vorgeschlagen, die Nutzer gezielt in die weiteren Planungen einzubinden.

Die kleine Geschichte zeigt, wie einfach es sein kann sich einzubringen. Natürlich werden nicht alle Ideen umsetzbar sein – alleine schon des lieben Geldes wegen. Und ein wenig Geduld wird auch notwendig sein. Doch gerade dort, wo es darum geht, die Umsetzung einer Idee in die richtige Richtung zu lenken, sind die Erolgschancen alles andere als schlecht. Denn eine Sache sollte man nicht vergessen – auch das ist ein Grund, weshalb ich für den Kreistag kandidiere: Wenn man den Mund nicht aufmacht, darf man sich hinterher nicht beklagen, dass niemand auf einen gehört hat.

PS: ja, der Satz 1 stammt von Max Frisch, an den wir uns aus Schulzeiten noch erinnern – wahlweise mir Freude oder Schrecken.

PPS: Wenn du Unterstützung für deine Ideen brauchst, sprich uns an. Wir haben reichlich Jusos in den verschiedenen Orten die Erfahrung haben und bei guten Ideen mit feuer und Flamme dabei sind!

Einen Kommentar schreiben