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Sozial-Demokratisch

von Rebecca Schmidt am 26. Mrz 2011 um 15:00

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Beim Anblick der letzten Wahlergebnisse hatte man als Sozialdemokrat (von der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und den Bürgerschaftswahlen in Hamburg mal abgesehen) nicht nur Freude. Und auch die deutschlandweiten Umfragen melden trotz einer völlig inkompetenten Bundesregierung aus CDU, CSU und FDP weniger positive Tendenzen für unsere Partei als man sie sich vielleicht wünschen würde. Aufgeben werden wir trotzdem nicht – auch und gerade auf Kreis- und Gemeindeebene. Denn wir sind davon überzeugt, dass unsere Vorstellungen einer sozial-demokratischen (bsser gesagt:

einer sozialen und demokratischen) Politik auch heute noch die richtigen sind.

Wir wollen, dass junge Menschen am Wochenende außerhalb ihres eigenen Ortes weggehen können, auch wenn ihnen ihre Eltern oder Großeltern nicht jede Woche 20 Euro fürs Taxi zustecken können. Wir treten dafür ein, dass alle Schüler ein warmes und bezahlbares Mittagessen bekommen. Wir wollen, dass auch Schüler einen guten Abschluss und damit die Chance auf eine Ausbildung oder ein Studium bekommen, deren Eltern keine hunderte Euro im Jahr für private Nachhilfe übrig haben. Wir setzen und dafür ein, dass auch Auszubildende und Studenten sich eine eigene Wohnung im Hochtaunus leisten können. Wir haben keine Lust, die Dinge im Kreis schweigend hinzunehmen, die uns die “etablierten Politiker” vorsetzen.

Und es entspricht nicht unserer politischen Einstellung, innerhalb der SPD und der Jusos Entscheidungen an den Mitgliedern vorbei zu treffen.

Wir treten für eine *soziale* Politik ein, ohne uns in überzogenen und populistischen Forderungen zu verlieren. Schließlich wollen wir ja selbst glauben, was wir sagen. Wir treten dafür ein, dass sozial Schwächere die gleichen Chancen bekommen, ohne diejenigen zu dämonisieren, die mehr Geld haben. Und wir treten für eine

*demokratische* Politik ein, die auf Dialog und Transparenz setzt und jedem die Chance gibt, sich einzubringen. Innerhalb der Jusos leben wir dies bereits: Auf unseren monatlichen Mitgliederversammlungen hat jeder Juso das gleiche Stimmrecht – das erst kürzlich eingetretene Neumitglied zählt bei Entscheidungen genauso wie das langjährige Vorstandsmitglied.

Wenn wir in den Kreistag gewählt werden sollten, wollen wir diese Offenheit und Transparenz bewahren. Wir wollen nicht über die Menschen, sondern im Sinne der Menschen im Hochtaunus entscheiden. Und wir wollen das Große und Ganze im Blick behalten ohne den Einzelnen zu vergessen oder zu übersehen.

Das ist für uns sozial-demokratische Politik und deshalb sind wir stolz darauf, Sozialdemokraten zu sein.

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